Samstag, 15. Juli 2017

Alpenrunde mit viel Tamtam

Nachdem mein Kollege erkrankt ist (gute Besserung, mein Freund), ist dies mein neues Zuhause für die nächsten Wochen. Ob wir beide Freunde werden sollte sich in den nächsten 2 Wochen zeigen. Bild: Der Hausen
Da isser wieder. Zugegeben, ich war etwas schreibfaul und so richtig spannende Touren hatte ich auch nicht, über die sich zu berichten gelohnt hätte. Aber die letzten zwei Wochen waren mal wieder wunderbar, ganz nach meinem Geschmack. Schwertransport vom heißen Italien über Pforzheim in das schöne Abtenau, im Salzburger Land.

Die Reise begann mit einer Entladestelle im Allgäu. Über den Fernpass ging die Reise dann nach Bergamo und Parma. Geliefert wurden Maschinenteile und Kleinbagger. Nichts spektakuläres. Der eigentliche Grund war die Abholung einer DMF 360 samt Zubehör. Wir waren also wieder mal gleich mit zwei Autos in Italien vor Ort.

Kollege Harry und ich suchen Schutz vor der italienischen Hitze. Bild: Der Hausen

Nicht jeden Tag verladen die Kollegen in Italien solche Maschinen. Die Verladung der 30 Tonnen schweren Maschine stellte die italienischen Kollegen vor einige Herausforderungen. Unsere Kollegen der 5X-Group hätten die Verladung in zwei Stunden gemeistert. Bild: Der Hausen

Die Verladung selbst war der einfache Teil der Aufgabe. Nun begann die Arbeit erst. Plane schließen in der prallen Sonne, bei Temperaturen von teilweise über 40° und ohne den geringsten Luftzug. Bild: Der Hausen
Dicke und doppelt gelegte Antirutschmatten, Gurte und Ketten. Ohne erstklassige Ladungssicherung geht nichts... Bild: Der Hausen
Keine Angst vor Öl und Schmutz. Viele Maschinen basieren auf einem Bett aus Mineralguss. So groß die Vorteile dieses Materials für die Arbeit der Maschine ist, so schwierig ist der Transport. Einmal die Zurrkette falsch angelegt, kann das Material brechen wie spröder Beton. Bei der Ladungssicherung muss man schon ein wenig Verständnis für Maschine und Material mitbringen, die richtigen Zurrpunkte finden und auch dahin kommen. Manchmal ein Job für Schlangenmenschen. Bild: Der Hausen

Rund 70 Zentimeter weit steht die Maschine seitlich über. Während eine solche Überbreite eigentlich nichts besonderes ist, wird allein durch die Höhe der Maschine das Schließen der Plane zu einem enormen Kraftakt. Das heißen Temperaturen taten ein Übriges, die Sohlen meiner Arbeitsschuhe schmolzen auf dem heißen Metall der Maschine als ich das Dach schließen musste. Jetzt weiß ich, wie sich das Arbeiten in einer heißen Bratpfanne anfühlt. Bild: Der Hausen
Mehrere Stunden sind vergangen, die Plane ist zu. Der italienische Kollege im Hintergrund ist übrigens das traditionelle italienische Arbeiterdenkmal. Der hat an diesem heißen Tag nicht einen Tropfen Schweiß verloren. Bild: Der Hausen
Am nächsten Morgen erfrischende Erholung bei frühlingshaften 21° auf dem Parkplatz Brennersee, warten auf die BF 3 Begleitung. Ohne durfte ich nicht fahren, in Deutschland hatte ich außerhalb der Autobahn sogar Polizeibegleitung. Es macht schon irre Spaß, wenn alle Platz machen müssen weil der Dicke kommt. Bild: Der Hausen
Mit 40 km/h den Brenner runter. Richtung Pforzheim. Über die wundervolle Aussicht freue ich mich immer wieder. Das sind die Momente, die diesem Job so schön machen. Bild: Dashcam/Der Hausen
Wer sich etwas auskennt wird sich fragen, wieso wir von Kiefersfelden über Pforzheim nach Salzburg fahren. Keine Angst, wir haben und nicht verfahren. Die Maschine wurde dort (in Pforzheim) von einem Unternehmen nach den Wünschen des Kunden modifiziert. Aus technischen Gründen musste die Maschine zum Propheten kommen und nicht der Prophet zur Maschine. Kann schon mal vorkommen.

Das Wochenende verbrachten Kollege Harry und ich auf der deutsch-österreichischen Grenze im Inntal zwischen Kufstein und Kiefersfelden. Das nächste BF3 Fahrzeug sollte erst am Montag Morgen kommen, solange ging es für mich nicht weiter. Eine gute Gelegenheit, keinen Lkw zu sehen und den schönen Urlaunsort mal zu erkunden.
Pause im Gasthäusl. Bild: Der Hausen

Erwähnte ich schon, dass wir den besten Job der Welt haben? Bild: Der Hausen
Harry ist die Kaffeetante, das Radler ist für mich. Bild: Der Hausen
Das große Platzangebot im DAF gefällt mir, scheint so als wenn wir beide uns tatsächlich anfreunden. Für eine zweiwöchige Tour (und ein verkürztes Wochenende) jedenfalls ein sehr komfortables Zuhause, natürlich voll klimatisiert während draußen bei über 30 der Lorenz pralle strahlt... Bild: Der Hausen
Kleines BBQ unter Fernfahrern. Prost Harry! Bild: Der Hausen 
Entladung beim Kunden in Abtenau, bei Salzburg, in Österreich. Wieder so heiß... Bild: Der Hausen 
Mit dem Kran wird die Maschine nur angehoben, danach fahre ich mit dem Lkw unter der frei  hängenden Maschine weg... Bild. Der Hausen
Allein die waagerechte Hebevorrichtung zwischen Maschine und dem Kranhaken, wiegt schon 3,5 Tonnen. Beim Arbeiten mit diesem großen Gewichten darf einfach kein Fehler passieren, aber die Kollegen hier kennen sich bestens aus. Es ist nicht das erste Mal, dass wir bei diesem Kunden sind, scheinbar ist man mit der 5X Group sehr zufrieden. Bild: Der Hausen
Heimreise... Bild: Dashcam/Der Hausen
Kurz vor Zuhause, ohne Diesel geht's einfach nicht...

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