Dienstag, 21. Februar 2017

Ein Hoch auf die Fachwerkstatt

Ein Tag in der Werkstatt
Am Montag habe ich meine von Portugal mitgebrachte Ladung nach Bramsche gebracht. Entladen wurde ich von einem überraschend gut aufgelegten Staplerfahrer, der mir unaufgefordert brühwarm erzählte, dass der diesen „Laden“ in einigen Wochen nicht mehr sehen müsse. Neugierig geworden erfuhr ich, dass das Unternehmen insolvent ist und das die Reste des Automobilzulieferers nun zur Billigproduktion nach Rumänien auswandern. Erst jetzt bemerke ich den bitteren Zynismus hinter der guten Laune. Die Belegschaft tut mir leid, ändern kann ich das aber nicht. Meine nächste Adresse ist die Werkstatt...

Sonntag, 19. Februar 2017

Samstag, 18. Februar 2017

Reise nach Portugal IV - Die letzte Etappe

Durch dieses Loch verschwand das Kühlwasser. Es hat nicht mal Tschüss gesagt. Gott sei dank war der Schlauch schnell und unkompliziert zu erreichen um ihn auszutauschen. Das kann auch ganz anders sein.
Mit dem Platzen des Hydraulikschlauches, bei der Verladung am letzten Donnerstag, kam ein nicht genauer zu bestimmendes Bauchgefühl vor der anstehenden Reise auf. Nun wird daraus immer mehr die Gewissheit, dass unkalkulierbare Zwischenfälle diese Reise prägen sollten. Also nimmt die Geschichte weiter ihren Lauf. Rund 200 Kilometer vor Lissabon platzt ein Kühlschlauch. Wieder eine Panne. Ohne MAN-Service geht es nicht weiter, denn mit dem schweren Auto kann man nicht mal eben schnell in die Werkstatt fahren. Hier geht das Kompliment an den besten Chef von allen, bestens organisiert war ich schon zwei Stunden später wieder auf der Straße und kam pünktlich zum Dienstag Abend an.

Montag, 13. Februar 2017

Reise nach Portugal III - Erkenntnisse

Meine schaukelnde Koje. Feudal geht anders aber für die Verhältnisse auf See noch recht gute Platzverhältnisse. 
Wir hatten ja damals nichts, also früher, in meiner Kindheit. Als Sauerländer war der kleine diebische Stamm meines Bergvolkes zur Zeit meiner Kindheit gerade dem Leben in der Höhle entwachsen. Aus diesem Grund kam ich als Kind auch nie in die Verzückung, in einer dieser schaukelnden Kinderwiegen schlafen zu dürfen. Mit anderen Worten: Das Hin und Her des Schiffes erwies sich in der Koje, ebenso wie das monotone Brummen der Maschine, als schlaffördernd. Doch neben der Wiederentdeckung der Langsamkeit gibt es einen weiteren Aspekt der Reise, der mich beschäftigt, denn hier habe ich viel Zeit meinen Gedanken nachzuhängen... 

Samstag, 11. Februar 2017

Reise nach Portugal II - Auslaufen

Leider habe ich es nicht geschafft die MV Adeline in ihrer vollen Pracht auf ein Bild zu bekommen. Deswegen habe ich ein von Informationsunterlagen abfotografiertes Bild eingefügt, damit der Leser eine Vorstellung vom Schiff bekommt. 
Wie von der Reederei verlangt glitt ich am nächsten Morgen, elegant wie immer, um Punkt sechs erneut an den Terminal. Das Ticket war schnell gedruckt und ich wurde zur Verladung in die „Lane“ geschickt. Dabei handelt es sich um einen Verlade-Parkplatz unmittelbar am Ankerplatz des Schiffes. Von jetzt an geht alles ganz schnell – dachte ich. Und wieder lachte mir die Langsamkeit leise aus dem Nirgendwo ins Ohr, während ich wartete. Piano piano... immer mit der Ruhe. Ich versuche mental zu bremsen, es bleibt bei einem vergeblichen Versuch. Bis Mittag warte ich dort ungeduldig, dann holt man mich endlich an Bord. Die eigentliche Verladung dauerte dann etwa fünf Minuten. Klappt doch.

Freitag, 10. Februar 2017

Reise nach Portugal I

Ticket für die Schiffsreise nach Porto/Leixoes
Nach einigen Verzögerungen beginnt heute der zweite Teil unserer Lieferung nach Portugal. Nachdem mein Kollege Harry und ich bereits zwei komplette Ladungen Zubehör für eine Kunststoffspritzgussmaschine von Krauss-Maffay nach Portugal gebracht haben, bin ich nun auf dem Weg, die eigentliche Maschine auszuliefern. Also geht’s jetzt mit einem Gesamtgewicht von 65 Tonnen in die Gegend südlich von Lissabon. Das Besondere an dieser Reise ist diesmal, dass ich mit dem Lkw per Schiff bis Porto reise, statt wie zu erwarten, selbst fahrend über die Straße.

Dienstag, 7. Februar 2017

Transportbranche braucht gesetzliche Regulierung

Ideal: In der Transportbranche lässt sich besonders ohne lästige Kosten wie Lkw-Anschaffung, Maut, Versicherungen, Reparaturen und Fahrerlöhne prima Geld auf den Knochen anderer verdienen. Bild: H. D. Volz / Pixelio.de
Neulich las ich ein Buch von Mario Livio, mit dem Titel „Ist Gott ein Mathematiker?“ Sicher ist das keine der Fragen, die einen normalen Menschen unbedingt interessieren muss aber ich war schon immer etwas anders, ich mag sogar Mathematik. Dabei möchte ich gar nicht in die thematische Tiefe des Werkes gehen, gleichwohl bildet dieses Buch hier meinen amateur-philosophischen Ansatz für die Anwendung von Zahlen und Mathematik in unserer modernen Gesellschaft. Einer dieser Ansätze soll heute einmal das Teilen sein.

Samstag, 4. Februar 2017

Ghoultown - Bury Them Deep

Ich liebe diesen Sound wenn die Autobahn frei ist und ich Richtung Süden rolle...

 

Stauraum statt Spoiler

Die zwei Stautürme rechts und links hinter dem Fahrerhaus sehen gewöhnungsbedürftig aus, bieten aber mit zusätzlichen Ablageflächen in der Mitte ein riesiges Platzangebot für Zubehör und Ausrüstung.
Gemeinsam mit meinem Einstieg bei meinem Arbeitgeber kam auch mein Arbeitsgerät, ein wunderschöner und eindrucksvoll starker MAN TGX 26.540 in das Unternehmen. Mit seinem 6x4 Antrieb kann und darf dieses Fahrzeug Gewichte von weit über 100 Tonnen nahezu jeden Berg hoch ziehen. Ein wahres Kraftpaket und ein toller Arbeitsplatz.

Donnerstag, 2. Februar 2017

NRW ist Wahnsinn

Abb1.: Die grüne Linie zeigt den normalen Fahrweg den man von Mülhausen (F) nach Deutschland fährt. Die rote Strecke stellt meine vorgeschriebene Fahrtroute dar. Nicht ganz so bequem aber kein wirklicher Umweg. Bild: Google Maps
Am Montag Abend der vergangenen Woche kam ich von der Reise nach Frankreich Heim nachdem ich zuvor im italienischen Torino abgeladen hatte. Von Donnerstag bis Montag musste ich in Nantua, zwischen Lyon und Genf stehen, und darauf warten, dass ich einen Mobilkran, einen sogenannten V-Cat mit 30 Tonnen Gewicht laden konnte. Wie so oft haperte es an der Bürokratie. Die Rückreise war dann ein eindrucksvoller Spiegel des Versagens unserer Verkehrspolitik.